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Veranstaltungen im Haus der Zeit
30.03.12: "Wie ist die Welt so stille..." Liederabend
20.00 Uhr - Open End Uhr
Ein Liederabend mit Werken von Peter Cornelius und Franz Liszt mit Heide-Rose Bauer und Volkmar Zehner
Ort: Haus der Zeit - Eintritt frei, Kostenbeitrag erbeten
Veranstalter: Bestattungshaus Bauermann
Erinnerung und Melancholie, ja Resignation prägen Franz Liszts späte Klavierkompositionen. „Spitalstücke oder eigentlich schon Todtenkammer-Stücke“ hat er sie einmal genannt und seiner Biographin Lina Ramann gegenüber erklärt: „Wie Sie wissen, trage ich tiefe Trauer im Herzen; sie muss hie und da in Noten ertönend ausbrechen.“ Klage- und Gedenkstücke sind es, die der alte Liszt niederschrieb. So auch die beiden Versionen von „Die Trauer-Gondel“. Als Liszt 1882 Richard Wagner, seinen schwierigen Schwiegersohn, in Venedig besuchte, ließ er sich von den lautlos dahin gleitenden schwarzen Trauergondeln zu diesem schwermütigen Tongemälde inspirieren, das „wie aus Vorahnung sechs Wochen vor Wagners Tod“ entstand.
Doch gerade die melancholische Grundhaltung und der nicht-öffentliche Charakter seiner letzten Werke führten Liszt zu einer unerhört modernen künstlerischen Radikalität: „Trübe Wolken“ etwa, kann mit seinen tonal nicht bestimmbaren Unisono-Linien und seinen ziellos mäandernden Akkordfortschreitungen als das erste „atonale“ Klavierstück gelten – und evoziert zugleich überaus eindringlich das Titel gebende Naturbild der schemenhaft vorüber ziehenden „trüben Wolken“. Lakonisch verknappt, thematisch ungebunden, harmonisch wagemutig, ja visionär: Gerade in ihrer Modernität erhalten Liszts späte Meditationen eine enorme Suggestivkraft.
Anonyme Bestattungen nehmen in den letzten Jahren vor allem in städtischen Gebieten immer mehr zu. Die Gründe, sich für eine ...