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Veranstaltungen im Haus der Zeit
04.09.08 - 25.11.08: Ausstellung Lebensspuren Materialbilder und Objekte
wochentags von 9.00 Uhr - 15.00 Uhr
Materialbilder und Objekte von Rüdiger Knott und Barbara Langmaack
Ort: Haus der Zeit - Eintritt frei
Veranstalter: Bestattungshaus Bauermann
Rüdiger Knott war bis 2004 Journalist beim Norddeutschen Rundfunk und zuletzt Programmchef von NDR 90,3. Bereits seit 1970 hielt er enge Kontakte zur Kunstszene im Rheinland und in Norddeutschland, bevor er 1998 sein erstes Atelier einrichtete. Heute arbeitet er ganz als freier Künstler.
„Knott macht zunächst als Künstler das, was er auch als Journalist immer getan hat: Er geht mit offenen Augen umher. Im Hafenwasser entdeckt er dann seine Fundsachen: kleine und größere Holzstücke, Metallreste, Plastikteile. Im Atelier sichtet er, was er gefunden hat, und stellt die Teile zusammen. Oberster Grundsatz: alles bleibt so wie es ist. Denn alles Morbide, alles Verrostete mit seinen unendlichen Formen, Farben und Strukturen hat eine eigene Geschichte, weckt Assoziationen und ist von vehementer Suggestivkraft. Obwohl es sich um tote Materialien handelt, ist alles voller Leben.
So entstehen im Atelier von Rüdiger Knott Objekte und Materialbilder ohne technische Hilfe. Nichts wird bemalt, alle Linien und Flächen sind von der Natur und der Zeit vorgegeben. Der Zeitfaktor wird hier zu einem ganz wesentlichen Element der Kunst. Natürlich erschließt sich hier nichts auf den ersten Blick. Diese Objekte wollen mit den Augen erobert werden. Sie wollen bis in den kleinsten Winkel entdeckt sein - dann offenbaren sie ihren unwiderstehlichen Charme.“ (Ernst Bennecke in „Harburger Anzeigen und Nachrichten“ am 18. Februar 2006)
Ähnlich und doch verschieden sind die Arbeitsweisen von Barbara Langmaack und Rüdiger Knott und ihre künstlerischen Produkte. Als Zeugnisse von Transformationsprozessen passen ihre Werke gleichermaßen gut ins Haus der Zeit, in dessen Zentrum ja das Engagement für eine bewusste, konzentrierte und hilfreiche Ausgestaltung von Abschied und Übergang steht.
Barbara Langmaack, im Ruhestand lebend, ist noch gelegentlich tätig als Lebens- und Partnerschaftsberaterin in eigener Praxis. Darüber hinaus begleitet sie Firmen und ihre leitenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Konflikt- und Krisensituationen. Barbara Langmaack gilt neben Ruth Cohn als eine der großen alten Damen der Themenzentrierten Interaktion (TZI) und hat mehrere Bücher geschrieben (so mit M. Braune-Krickau das Standardwerk „Wie die Gruppe laufen lernt“).
Beim Umgang mit Fundstücken von Strand und Straße geht es ihr um ähnliche Zusammenhänge wie im Berufsfeld: Weggeworfenes und Weggebrochenes wird aufgehoben, gesäubert, aus einem anderen Blickwinkel betrachtet bzw. neu zusammengefügt. So verändert sich das Objekt, öffnet Perspektiven, zeigt Leben und Gestaltung.
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